(25. September 2026) Sieben KÜSTEN-KERLS und KÜSTENLADIES sind bereit für den ersten gemeinsamen Segeltörn. Der leidenschaftliche Segler und Eigner-Skipper OLAF ISKRA vom Hotel Strandkind in Neustadt-Pelzerhaken hat für uns seine Yacht „Strandkind“ klar gemacht, muss dann aber wegen eines wichtigen Termins selbst absagen.
Er schickt uns dafür GEBHARDT „GEPPO“ SCHÖNHEIT mit Ehefrau Jutta als Deckhand, die um kurz vor elf am Tor A vom Neustädter Segelverein in Neustadt auf uns warten. Ein wahnsinnig tolles und liebevolles Duo, dass uns heute begeistern wird.
Hallo mit Champagner! Der Heidsieck Monoplole Silver perlt im Glas, danach wird es allerdings anti-alkoholisch: Mit der Einweisung in die Sicherheit an Bord samt Schwimmweste und Bordfunk-Test geht es los. Sieben Stunden wird der Törn unter weißen Segeln heute dauern, es geht von Neustadt nach Travemünde, die Karte seht ihr unten in der Galerie.
Cast off: Wir sind zu siebt. Simone P und Katja C haben sich als einzige der KÜSTENLADIES getraut, von den KÜSTEN-KERLS sind Bela G, Eckart M, Jan B, Markus C und ich an Bord gegangen.
Viele hatten im Vorfeld angerufen und gefragt “Franck, werde ich seekrank auf der Yacht?“ und natürlich habe ich Nein gesagt. So what? Aber bitteschön: Ich habe für heute Sonne geordert und die ist da, und zwar sowas von und den den ganzen Tag!
11:42 Uhr, Motor aus und wir segeln. Simone kurbelt wild und holt Backbord das Großsegel ein, Jan an Steuerbord macht dasselbe mit der Fock, das dreieckige Vorsegel unserer Strandkind, eine Art Düsentrieb, weil es zur Antriebsunterstützung und Steuerung dient. Die Fock leitet den Wind optimal am Großsegel vorbei.
Beide Segel sind s.g. Rollsegel (auch Rollreffsegel), die nicht per Hand hochgezogen und heruntergelassen werden, sondern über eine mechanische Vorrichtung (Rollreffanlage) um ein Profil aufgewickelt werden. Und noch mal Klugscheißer-Wissen: Backbord und Steuerbord kann ich mir so merken, Backbord kommt im Alphabet vor Steuerbord – genau wie Links vor Rechts kommt.
Nun reichts, wir lauschen dem Gesang der Wellen, drei von uns haben sich aufs Deck im Bug verzogen und genießen warme Sonnenstrahlen. Die Luft hat 18 Grad, das Wasser 17, aber da müssen wir uns auf die Instrumente an Bord verlassen, das will keiner wirklich verifizieren.
12.09 Uhr: 6,1 Knoten und Simone kommt langsam in Fahrt. Eine Minute später kann sie jubeln: Wir schaffen ihre sieben Knoten. Bei hoher Windstärke blühe sie erst richtig auf, sagt sie. Simone ist gerade von ihrem jährlichen Segeltörn in Kroatien zurück. Aber auch Jan, Bela und Eckart haben Segelerfahrung – nun, mir reicht ein „getuntes“ Foto am Ruder, so sagen wir Profis zu dem runden Ding, das lenkt. Aber was weiß ich schon, ich habe ja nicht mal einen Führerschein.
12:45 Uhr: Wir nähern uns Travemünde. Obwohl wir heute auf der Ostsee kaum Schiffsverkehr haben und deshalb „schnibbeln“ können – also nicht genau im Fahrwasser segeln, sondern direkt Kurs auf unser Ziel nehmen – haben wir etwas Verspätung. Nach einer halben Stunde laufen wir ein und legen am Kai direkt vor „Goch“ an, wo nachher die „Hansecat“ unsere Yacht vertreiben wird.
14:15 Uhr: Das Team von GOSCH in der Vorderreihe hat heute wirklich alles gegeben und uns nicht nur den Tisch im Freitagmittagsvollen Restaurant frei gehalten, sondern auch das Essen serviert. Berge von Lecker mit Garnelen und Flusskrebsfleisch, Lachs und Kabeljau mit Knoblauchbrot und Fischbrötchen mit Lachs, Matjes und Hering, für die wir am Ende Doggybags nehmen werden, weil wir alle rundum pappsatt sind.
16:21 Uhr: Es ist wärmer geworden, fast 20 Grad. Die Rückfahrt verläuft nun ruhiger, das Meer ist lauter und die Segler schweigen.
Träges Wohlbefinden macht sich breit, nur die Funke quakt auf Kanal 16: Der Revierfunk für den Fehmarnbelt Traffic sucht eine „Lady Heesters“.
Wir haben die Plätze getauscht, Simone und die Kerls wechseln sich am Ruder ab. Ich mache Fotos von jedem von uns am Steuerrad und schicke sie an Gemini mit der Bitte, das Bild auf Windstärke 10 umzumodeln, die Ergebnisse seht ihr unten.
18 Uhr nochwas, ich hab‘ vergessen auf die Uhr zu schauen, wir legen an in Neustadt. Ein wirklich toller Tag und großartige Skipper, danke Geppo & Jutta und auch dem Schiffseigner Olaf … und wir wissen jetzt schon:
Im Mai oder Juni planen wir die nächste Tour. Von Neustadt nach Grömitz wäre sunny und dann am liebsten mit drei Schiffen zusammen mit MARA von der Segelschule „Well Sailing“ in Neustadt. Alle Adressen und Daten findet ihr unter den Fotos der Galerien.
Gäste und Crew sind wohlbehalten im Hafen – Ende des Törns, Ende des Berichts.
Fotos: Franck Winnig und Katja Ciomer, Olaf Iske/Strandkind, Gemini
ICH, DIE STRANDKIND
Ich wurde von den renommierten Designern Judel / Vrolijk & Co entworfen und biete durch mein HanseYacht Design ein stilvolles Interieur. Mein GFK-Rumpf mit Signal White Gelcoat verleiht mir eine robuste und elegante Optik.
Skipper
Hotelier Olaf Iskra
Hotel Strandkind, Pelzerhakener Str. 43, 23730 Neustadt
Telefon 04561 51 33 50
Mail post@hotel-strandkind.de
https://www.hotel-strandkind.de/de/ostsee-luebecker-bucht/segeltoerns/
Heimathafen
Neustädter Segelverein, Am Heisterbusch, 23730 Neustadt
Segelflächen
- Großsegel: ca. 41,20 m²
- Selbstwendefock: ca. 27,80 m²
- Code 0: ca. 62 m²
- Genacker: ca. 110 m²
Motorleistung
- Motorleistung: 29 KW
- Kraftstofftank: ca. 160 l
- Frischwassertank: ca. 295 l
Dimensionen
- Länge über alles: 11,40 m
- Mastlänge über Wasserlinie: 17,60 m
- Breite: 3,90 m
- Tiefgang: 2,05 m
Technik
- Cockpit: Edelstahl-Steuerräder mit Lederbezug, Handlauf auf dem Aufbau, Ankerkasten im Bugbereich
- Segelsystem: Selbstwendefocksystem und Großschot System
- Navigationsinstrumente: Beleuchteter Kompass, LED-Navigationsbeleuchtung
Segelschule
Well Sailing Segel- und Motorbootschule
Mara Zapp
Ancora Marina Neustadt, An der Wiek 7, 23730 Neustadt
Telefon 04561 714 42 33
info@wellsailing.de
www.well-sailing.de

